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Johann Friedrich Reichardt

Stücke bei copy-us




Reichardt

J.F. Reichardt wird am 25. November 1752 in Königsberg geboren. Sein Vater Johann Reichardt, einer der letzten großen Lautenisten, erteilt den ersten Musikunterricht. Der junge J.F. Reichardt sollte, so das Ziel des Vaters, ein Klavier und Violine spielendes Wunderkind à la W.A. Mozart werden. Eine geregelte Ausbildung wird ihm aber nicht zuteil.

Auf Anregung von Imanuel Kant immatrikuliert sich J.F. Reichardt an der Universität Königsberg. Nach kurzer Zeit jedoch zieht er ein ungebundenes Wanderleben den Studien in Königsberg vor und begibt sich, ganz Kind seiner Zeit - "Sturm und Drang" - als Violinvirtuose auf Reisen. Hier entstehen seine Bekanntschaften mit führenden Musikern und Dichtern seiner Zeit, u.a. Schulz, Kirnberger, Benda, Hiller, C.P.E. Bach, Klopstock, Claudius.

1775 bewirbt er sich als Kgl. Preuß. Kmp. Am Hofe Friedrich II. Er wird - wenig glücklich - neben die Meister J.A. Hasse und J.G. Graun eingestellt. Auseinandersetzungen mit Orchestermitgliedern und widrige Umstände bei Hofe veranlassen ihn, sich immer mehr vom Hofe zurückzuziehen. Seine Haupttätigeit richtet sich von nun an auf die Komposition von Liedern für Singstimme und Kammermusikwerken. Außerdem verfaßt er ungezählte musikhistorische und musikkritische Schriften. Seine Verbindung zu führenden Denkern und Dichtern seiner Zeit wie Goethe, Herder, Nicolai, Lavater fördern seine persönliche Entwicklung. Sein stets rastloser Geist und sein Interesse an Neuem treiben ihn zu ungezählten Reisen, wobei hochinteressante Reisetagebücher entstehen, die er teilweise in Zeitschriften veröffentlicht.

Da J.F.Reichardt zunächst mit der französischen Revolution sympathisiert, wird er beurlaubt, kauft ein Gut bei Giebichenstein (Halle) und richtet dort eine "Herberge der Romantik" ein, um "fortan seinen Freunden und sich selbst zu leben"... Hier pflegt Reichardt den Kontakt mit Fichte, den Gebrüdern Grimm, Schleiermacher, Jean Paul, Novalis, Voß, Achim von Arnim und vielen andern.

Von den Greueln der französischen Revolution abgestoßen, wird zuletzt auch er zum Gegner der Franzosen. Nach der Besetzung Preußens plündern diese das Gut und brennen es bis auf die Grundmauern nieder. Reichardt muß mit seiner Familie nach Danzig fliehen. Zunehmend vereinsamt er. Er stirbt verbittert, nach eigenen Worten "zu Tode betrübt..", am 27. Juni 1814 in Giebichenstein bei Halle.

Bücher von Reichardt

[Reichardt: Der lustige Passagier - Erinnerungen eines Musikers und Literaten]

Der lustige Passagier

[Reichardt: Briefwechsel mit Goethe]

Briefwechsel mit Goethe

Aufnahmen

[Reichardt: Lieder der Liebe und Einsamkeit]

Lieder der Liebe und Einsamkeit

[Reichardt, gespielt vom Ensemble Agora: Streichtrios]

Streichtrios (Ensemble Agora)

[Schiller-Vertonungen: Zumsteeg, Schubert, Reichardt]

Schiller-Vertonungen

[Lieder nach Texten von Goethe (Fischer-Dieskau)]

Goethe-Vertonungen (Fischer-Dieskau)


Wach auf, meins Herzens Schöne

Schwierigkeitsgrad: leichtSchwierigkeitsgrad: leicht

von Johann Friedrich Reichardt
arrangiert für Chor (SATB) von Hermann Große-Schware

heiter und poetisch zugleich  (2 min)